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Aaron Neville: I Know I've Been Changed |
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Gebloggt von Bernd
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Sonntag, 19. Juni 2011 |
Nevilles neue CD ist traditionell in den Interpretationen und in der Songauswahl. Sein zittriges Timbre muss man mögen und es entspricht weniger den gewohnten kräftigen Stimmen anderer Gospelinterpreten. Diese Stimme ist aber auch gleichzeitig sein Markenzeichen und hat einen hohen Wiedererkennungwert. Aufgewachsen ist er in New Orleans mit der Gospelmusik Brother Joe Mays, Rosetta Tharpes, den Dixie Hummingbirds, Five Blind Boys of Alabama und Sam Cooke und den Soul Stirrers, wie er selbst angibt. Es ist sein erstes Gospelalbum seit dem Hurrikan Katrina.
Der erste Song, „Stand By Me“ ist eine Komposition Tindleys. Die instrumentelle Begleitung mit Slidegitarre lässt eine „ländliche“ Atmosphäre aufkommen und mich erinnert das Arrangement sowohl an die Staple Singers als auch an Dickie Freemans Aufnahmen „Beautiful Stars“. Assoziationen an die Staples und Freeman begleiten mich beim Hören der gesamten CD. Auch der nächste Song „I Know I've Been Changed“ ist deutlich von der Version der Staples geprägt; er sagt es selbst. Nevilles Stimme passt sich derer Pops an und die Backgroundbegleitung entspricht jener der Gruppe.
„I Done Made Up My Mind“ ist schwungvoll und gefällig. Es folgt „I'm A Pilgrim“, ähnlich, etwas „country-haft“ untermalt, während „Don't Let Him Ride“, wiederum ein Klassiker, deutlich von Piano und Gitarre dominiert werden. Auch „You Got To Move“ gehört zum klassischen Gospelrepertoire. Auf das Zwischenspiel hätte Neville verzichten können. „Oh Freedom“ ist meines Wissens ein sehr alter Song, den er entsprechend konservativ, aber gekonnt arrangiert hat. Hier empfinde ich das Pianointermezzo stimmig. Es folgt „What Kind Of Man Jesus Is“, auch bekannt unter „Ananais“ und als Fan traditioneller Quartettmusik fällt mir spontan die berühmte Version der Chosen Gospel Singers ein. Damals sang Lou Rawls die Leadparts. Diesen etwas in Vergessenheit geratenen Song erneut aufzugreifen, imponiert mir. Auch „I Want To Live So, God Can Use Me“ weckt sowohl Erinnerungen an „June“ Cheeks und die Sensational Nightingales als auch an eine gekonnte, einfache Version von Sister Josephine James. Nevilles Interpration ist anders, weniger hart und weniger „powerful“. „Meeting At The Building“ wird langsam und verspielt, solo dargeboten. Mit „I'm So Glad (Trouble Don't Last)“ folgt ein weiterer Klassiker im ursprünglichen Arragement. Die CD endet mit „There's A God Somewhere“. Auch dieser Song erinnert an alte Aufnahmen und eine der schönsten dürfte jene von Dorothy Love Coates und den Gospel Harmonettes sein, die Neville zum Vorbild diente. Der Song ist eine weitere Homage an Gospel's Goldene Zeit und just dies ist Aaron Neville mit allen Aufnahmen gelungen.
Seine CD wird von mir ganz sicher nicht nur archiviert und eingeordnet sondern öfters aufgelegt und gehört werden. Ich kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen.
Bernd Grimmel
www.gospel-news.de.vu
Aaron Neville: I Know I've Been Changed, Emi Gospel, tell it records 5099902850429, 2010 |
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