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EB Davis: The Gospel of the Blues E-Mail
Gebloggt von Bernd   
Dienstag, 17. November 2009
Eingespielt wurde diese CD im August in Berlin. Ebyiee "EB" Davis, Jahrgang 1945 und aus Arkansas stammend, lebt dort und ist eher als Blues-, R&B- und Jazzsänger bekannt. Wie viele Afroamerikaner kam er als Kind mit der Gospelmusik seiner lokalen Kirche in Berührung. CD-Mitwirkende sind Nina T. Davis, piano & vocals, Lenjes Robinson, drums, percussion & vocals, Willie Pollock, saxophon & vocals, Tom Blacksmith, vocals sowie Andreas Bock, dums (Tracks 4, 11 und 12).

The Gospel Of The Blues

Die CD beginnt mit "Down By The Riverside", angenehm anzuhören, wobei die musikalische Begleitung nicht an üblicher Gospelbegleitung orientiert sondern kommerziell unterhaltend ist. Es folgt "Journey To The Sky", getragener interpretiert und vom Backgroundgesang her stimmig. Das alte Spiritual "Swing Low" startet mit verspielter Pianoeinleitung, setzt sich dann aber in den Rhythmen der vorausgegangenen Songs fort. "A Better Day" folgt in der musikalischen Begleitung wiederum einem R&B-Schema. Letztlich ist die Begleitung stimmig im Bezug zum CD-Titel: "The Gospel of the Blues". Im Song findet sich ein längeres, schwungvolles Intermezzo auf dem Klavier. "Rough Side Of The Mountain" darf nicht mit dem gleichnamigen Titel von F.C. Barnes und Janice Brown verwechselt werden. Es ist ein eigenständiger interessanter Song. "Dry Bones" wird a-cappella vorgetragen und die Hamonien werden gekonnt dargeboten, der Background ist fein arrangiert. Persönlich empfinde ich diesen Song als einen Höhepunkt der Aufnahmen.

Bei "You Got To Move" handelt es sich um jenen alten Quartettklassiker, den ich schätze. Hier ist die musikalische Begleitung dezenter und passender - ein weiterer Höhepunkt. Dieser Song ist vielleicht der stimmigste von allen. "Going Back To Church" fällt in das alte R&B-Schema zurück. "Higher Ground" wird vom Bluespiano und Saxophon bestimmt. Auch dieser Song ist nicht identisch mit anderen bekannten Versionen von "Higher Ground". "Will The Circle Be Unbroken" klingt gefällig, aber ich vermisse Eigenständigkeit. "Just A Closer Walk To Thee" darf bluesig und kommerziell vorgetragen werden, unzählige New Orleans Bands haben diesen Klassiker im Repertoire. Die CD endet mit "Smooth Cruising", angelehnt an "Smooth Sailing", ein feiner Song, den ich von den Dixie Hummingbirds "im Ohr" habe. - EB Davis Stimme klingt verspielt und vielleicht hätte ich mir etwas mehr Power gewünscht.

Die CD läuft fast 40 Minuten und die Auswahl der Songs orientiert sich nicht ausschließlich am deutschen Publikumsgeschmack. Dies sei positiv angemerkt. Die musikalische Begleitung hätte ich mir gospellastiger gewünscht, vielleicht so, wie EB Davis sie von zuhause kennt. Ich bin sicher, dass Mr. Davis diese angenehm leicht anzuhörende CD bei seinen Auftritten dabei hat. Ich selbst habe ihn bislang nicht "live" erlebt und freue mich auf eine Gelegenheit, seinem Blueskonzert beizuwohnen, in das er dann sicherlich auch ein paar Gospelsongs einbringen wird.

EB Davis: The Gospel of the Blues, Rock Werk Records, LC 08248, 2009, (www.ebdavis.com)

Eine CD-Besprechung von Bernd Grimmel
 
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