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Gebloggt von Arjan
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Freitag, 25. November 2011 |
Mit "SONGS FOR GOSPEL VOL. 4" (SFG4) setzte Hanjo Gäbler die Reihe des bundesweit bekanntesten Gospelsamplers in diesem Jahr fort. Als Interpreten und Komponisten sind dieses Mal Miriam Schäfer, Eike Formella, Eggo Fuhrmann und Vivian Glade mit dabei. Besonders stolz ist Hanjo Gäbler auf die internationale Unterstützung. Multiinstrumentalist Donyea Goodman aus Dallas (USA) ist Musical Director bei Kurt Carr und den Clark Sisters. Unter anderem spielte er mit Prince, Earth Wind and Fire und Marvin Sapp. Bei SFG4 wirkte er bei 4 Titeln als Bassist bzw. Schlagzeuger mit. Echten Latinsound steuerte Valdo Loureiro aus Sao Paulo (Brasilien) bei. Der Gospelchor Lüneburg unter Leitung von Eggo Fuhrmann wurde von Dr. Wayne Evans aus St. Louis (USA) am Piano begleitet. Das mit Leidenschaft produzierte Album enthält 11 vielseitige Songs auf hohem musikalischem Niveau. Hör- und fühlbare sind die christlichen Botschaften von und für den Herrn. Musikalisch sind sie so vielseitig und interessant, dass ich sie einzeln vorstellen mag.
Gleich der erste Titel "House of the Lord" sorgte für eine Überraschung und wurde nur wenige Tage nach der Veröffentlichung in der Gospelszene als Tophit diskutiert. Songwriterin Vivian Glade aus Bremerhaven feiert damit gleicheitig ihr Debut auf Songs For Gospel. Eingängige Gesangslinien und Harmonien tragen unverkennbar ihre Handschrift und sorgen mit dem frischen Arrangement für gute Laune. Stilistisch einen Schritt Richtung Worship geht Eike Formella mit "Ev'ryday". Leicht rockig der Gitarrensound, entspannt das Tempo und wohlklingend der erzählende Solo- und Chorgesang. Ein gospeltypischer Vamp nach dem Saxophonsolo von Gary Rushton lädt zum Mitsingen ein. Die Überleitung zum eindrucksvollen Meisterwerk von Hanjo Gäbler ist damit perfekt. "On calvary" erinnert mit solistischen, chorischen, klassischen und orchestralen Elementen an große Kompositionen von z.B. Richard Smallwood. Definitiv Soul in ihrer Stimme hat Miriam Schäfer. Ruhig leitet "Walking in faith" ein und steigert sich in einen kräftigen Wechselgesang. Der Sound erinnerte mich stilistisch besonders an den schwedischen Gospelmusiker Joakim Arenius inklusive seiner Bühnenaction. Einen eingängigen, schlichten doch raffinierten Chorsatz hat Eike Formella seinem Song "The Lord is my light" verpasst. Mehr Worte bedarf diese Pop-Ballade nicht, denn der 6/8-Takt schwingt sich sofort ins Ohr und lässt das Licht aufleuchten. Israel Houghton lässt grüßen - zumindest beim Gitarren-Intro von "God is good". Beschreiben ließe sich dieser Song als druckvoll, lässig, treibend und abwechslungsreich musizierten Gospel-Party-Lobpreis. Hanjos Soloeinlagen wechseln mit kräftigen Unisono-Hooklines und instrumental zieht er alle Register. Auch kommt hier Donyea Goodman am Bass und an den Drums voll zum Einsatz. Wer gut zuhört wird ein wildes Solo von Igor Lazarev erkennen - dem virtuosesten Gospelgitarristen der Nation. Damit bringt Hanjo die prädestinierte Zugabe bereits vorzeiti g auf das Album. Eine ganze Stufe bescheidener und eher zärtlich mit Piano und Streichern instrumentiert kommt Miriam Schäfers "We follow you Lord" daher. Auch die Tenöre üben sich in Bescheidenheit und lassen die Frauen engelhaft erklingen. Ein Genuss auch der Gesang von Miriam selber. Bereits Kultstatus in der "Songs For Gospel"-Reihe haben die Titel von Eggo Fuhrmann. "Thank him in advance" im Black-Gospel-Blues-Style singt er gemeinsam mit seinem Lüneburger Gospelchor unter Piano-Begleitung von Dr. Wayne Evans. Kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle ist die Kirchenakustik vom Chor in Kombination mit dem Studiosound von Band und seinem Sologesang. Dass Hanjo leidenschaftlich wie virtuos an der Hammond gospeln kann, stellt er bei SFG4 nicht nur bei diesem Titel unter Beweis. Gesangsbetont im lockeren Latin-Style ist "Come back to the rock". Dieser Song wäre auch A-capella inklusive der gut zur Geltung kommenden Männerstimmen herrlich anzuhören. Dann kämen wir jedoch nicht in den Genuss von einem absolut gelungenen Begleitarrangement. Der Song "bounct": Auf und ab geht der Groove mit Martin Denzin an den Drums sowie Valdo Loureiro mit brasilianischem Gitarrenklang. Und während der Chor fast im Flüsterton singt klingen die Keys lieblich wie eine Spieluhr. Songs For Gospel vol.4 hat Hanjo Gäbler mit 200%iger Hingabe produziert. Dazu hat er viele Musiker eingebunden, welche er gleichermaßen echte Freunde nennen darf. Und warum er diesen Aufwand betreibt lässt sich allerspätestens im letzten Titel "God is love" nachvollziehen. Zum Songtext von Ruby Hagedorn singt er hier mit Eva Schäfer im Duett. Es ist die Liebe zu Gott und ganz besonders die Liebe von Gott! Sicherlich habe ich dieses Review nicht völlig unbefangen geschrieben, denn ich hatte die Ehre in die Rohversionen reinzuhören noch bevor der letzte Ton aufgenommen wurde. Auch hat Hanjo unter meinen extrem offenen Kritiken etwas leiden und Sonderschichten einlegen müssen. Das hat der CD aber definitiv nicht geschadet, da die Freude von allen Beteiligten jederzeit hörbar ist. Die Serie "Songs For Gospel" hat erneut bewiesen, dass in der europäischen Gospelszene nach wie vor enorm viel Potential steckt. Und während diese CD nun schon einige Zeit auf dem Markt ist, steht auch schon eine weitere Produktion in den Startlöchern. Dazu und zu einer damit verbundene Verlosung von Songbooks bzw. Liederbüchern aber in Kürze mehr!
Songs For Gospel vol. 4 kann hier bestellt werden und wird von Hanjo persönlich zur Post gebracht. Und selbstverständlich kann dort bereits in das Album reingeschnuppert werden: www.GOSPEL-SHOP.eu |
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