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"The Fight Of My Life" - Kirk Franklin steigt in den Ring |
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Gebloggt von Nico
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Sonntag, 3. Februar 2008 |
Gerade kam in der Redaktion von gospelszene.de wieder mal die Frage auf, wie wir Gospel definieren würden. Kirk Franklin schafft es, in seinem elften Album jegliche Diskussionsgrundlage dazu über den Haufen zu schmeißen. Denn auf der rein musikalischen Ebene ist Gospel nicht eine einzige Richtung, sondern ein ganzer Kosmos von Möglichkeiten. "The Fight Of My Life" bündelt gefühlvolle Balladen mit jazzigen Klängen - wunderbar sanft: "Help me believe" - genauso in 76 Minuten wie R&B ("Declaration") oder breite Chorsätze aus der Worship-Ecke ("I am God").
Inhaltlich dreht sich wie schon im Titel alles um die Kämpfe, die man im Leben durchstehen muss. "Declaration" sagt gar der ganzen Außenwelt den Kampf an. So wie mein Leben gerade ist, halte ich es nicht mehr aus - irgendwo muss mehr sein. Schüttel dein bisheriges Leben ab und hol dir deine Träume zurück! "Help me believe" - ich will glauben, aber wie soll ich, wenn ich auf das zurückblicke, was mir passiert ist? Gib mir ein Zeichen, denn meine Hoffnung ist fast verschwunden. "How it used to be" - wie lange habe ich nun gegen mich selbst angekämpft? Wieviel Zeit verschwendet? Jesus, ich bekenne meine Schuld, das Leben alleine zu meistern ist unmöglich - keinen weiteren Tag ohne dich halte ich aus. Die Lösung des ganzen Leids schildert Kirk schon im siebten Lied: "He will supply". Wenn deine Kräfte zuende gehen: Er wird für dich sorgen. Wenn Freundschaften enden: Er wird für dich sorgen. Auch wenn schwere Zeiten kommen: Er wird für dich sorgen. Als Kind von den Eltern verstoßen und von der Tante aufgezogen, äußert Kirk besonderes Anliegen in "A whole nation": Ein gutes Zusammenleben innerhalb der Familie, die Erziehung der Kinder, die Einheit der Gesellschaft in der Vielfalt ihrer Generationen.
Vielseitig wie man es von ihm gewohnt ist, bewältigt Kirk dieses neue Album. Voller Freude und gewisser Zuversicht ist das Album. Zusammen mit Rance Allen oder Tobymac setzt der 38-jährige Texaner erneut seine eigenen Standards, auch wenn er mit einigen Stücken bei Gospelfans nicht unbedingt den Geschmack treffen wird. Klar strukturierte, eingängige und bedacht geschriebene Texte treffen auf musikalische Vielfalt, wie ich sie selten auf einem Album hörte. Wunderbar!
Bei gospelflava.com findet ihr ein Making of, und Mario Gugeler Berlin Gospel Web hat die CD auch schon vorgestellt. |
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