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Gebloggt von Eike Elser
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Dienstag, 9. September 2008 |
Die Predigt der Landesbischöfin Frau Dr. Käßmann im Rahmen des Abschlussgottesdienstes hat vielen der Teilnehmern am Gospelkirchentag eine Menge gegeben. Immer noch ist Gospel in einigen Bereichen mit dem Etikett "Gute-Laune-Musik" versehen. Vielfach wird auch in kirchlichen Kreisen nicht wahrgenommen, dass hinter den mitreissenden Rhythmik und den beschwingten Melodien eine Glaubensaussage der Interpreten steht. Es mag an den englichen Texten liegen oder daran, dass es hierzulande keine
überlieferte Gospelkultur gibt. Aber Gospel ist weit mehr als eine angesagte Musikrichtung, oft finden Menschen hier ein Zugang zum Evangelium, zum Glauben. Dies wurde nun auch von höchster Kirchenseite gesehen und betont - Danke Frau Dr. Käßmann.
"..Gospel ist kein abgrenzendes, exklusives Angebot, sondern eine Form der Verkündigung in Gemeinschaft mit vielen anderen.
Gospel spricht Menschen an mit allen Sinnen, das ist eine Form der Spiritualität, die viele mitnimmt.
Gospel, Gute Nachricht, das Evangelium gesungen, Gott erzählt – geben wir die Erzählungen von Gottes Zuwendung zu den Menschen weiter. Glauben wir kräftig daran, dass Gott uns liebt und uns begleiten will in dieser Welt, im Leiden und Sterben, bis in Gottes Zukunft und Ewigkeit. ..."
Aus musikalischer Sicht gibt es eine deutliche Trennung zwischen der Pop-Kultur zu der Gospel zu rechnen ist und zur klassischen (Kirchen-)musik. Wenn man diese Trennung betont, führt dies zu einer Trennung innerhalb der Gemeinschaft einer Gemeinde.
"...Mir ist wichtig, dass Gospel nicht weit weg von unserer Kirche ist, sondern mitten in ihrem Zentrum. O ja, Bachchor und Kirchenlied in der Tradition Martin Luthers und Paul Gerhardts sind auch Teil unserer Kirche. Wir werfen das nicht über Bord. Wir halten das zusammen. Aber ich freue mich daran, wie Menschen, die manchmal schwer Zugang zum Evangelium haben, das dann so singen können: He loves me...."
Wie wäre es, wenn sich jeder Gospelbegeisterte aus aktuellem Anlass aufmacht und in der eigenen Gemeinde über Gospel spricht. Man kann so durchaus auch ein Gegengewicht zur "Instantmusik mit austauschbaren Gesichtern" setzen, die in der heutige Musikszene verbreitet ist.
Eike Elser 09-09-2008 |
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