Claudias Gospelkirchentag(e)buch - Folge 1: Keine Ruhe in Karlsruhe E-Mail
Gebloggt von Claudia   
Mittwoch, 22. September 2010
Ihr Lieben, war das nicht ein herrliches Wochenende? Für mich war es das. Freitag morgen bin ich mit der Bahn nach Karlsruhe gefahren, trotz Verspätung hatte ich alle Anschlußzüge erreicht und war um 14.00 h im supersonnigen und warmen Karlsruhe angekommen. Stadtplan rauskramen, orientieren und Abmarsch zum Hotel. Einchecken (in der Lobby sah ich direkt Hans Christian Jochimsen und mir wurde klar, dass wohl die ganze Gospelprominenz in diesem Hotel untergebracht sein würde), Zimmer bestaunen, auspacken und ab ins Gewühl. Ich war sehr überrascht, wie schön Karlsruhe ist (von dem Dialekt abgesehen - sorry, aber der ist gewöhnungsbedürftig). Somit machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt, wo auf dem Marktplatz fleißig aufgebaut wurde.

Entschlossen ging ich zum Schloß (ich liebe Wortspiele) und dort war  happy Freitag, heißt, man konnte kostenlos hinein und auch auf den Schloßturm. Da ich kein großer Museumsfan bin, habe ich mich nur für die Turmbesteigung entschieden, Doch es waren mehr Stufen als gedacht. Aber der Blick lohnte sich. Herrlich. Pünktlich zum Soundcheck vom Opstand Gospel Choir  war ich wieder am Marktplatz und habe dort schon viele Bekannte getroffen. Die Eröffnungsfeier war grandios. Nina Hagens Gesang (wenn man es so nennen darf) war zum Schreien schlecht, aber wir als ihre "Geschwister" (so nannte sie uns zu ihrer Sicherheit) haben es erduldet (Christen müssen ja auch Opfer bringen können). War sie nur dort, um ihr Buch und die CD zu promoten? Ja, die Nina, man mag sie oder halt nicht. Sorry, aber ich gehöre zu letzteren, so viel Ehrlichkeit darf sein! Angel Company hatte tolle Solisten, aber einen Chorleiter, der ganz verrückt über die Bühne hüpfte und Grimmassen schnitt, dass es mir Angst machte... Dieter Falk hat das komplette Programm wieder gespielt, das er vor 2 Jahren in Hannover auch schon gebracht hatte. Spricht nicht gerade für Kreativität, besonders wenn man weiß, dass sich das Publikum ähnelt. Und seine Söhne sind Kopien seinerselbst, was ich auch schade finde, sie machen nicht ihr eigenes Ding, sondern eignen sich seinen Stil an. Trotzdem war es eine schöne Atmosphäre und auch die Spielfreude der Band war bemerkenkswert. David Thomas und Bonita haben toll gesungen! Und als dann endlich der Opstand Gospel Choir dran war, stand ich in der zweiten Reihe direkt vor der Bühne, da scheinbar schon einige Chorsänger das Publikum verlassen hatten. Irgendwie wurde ich immer weiter nach vorne geschubst, ich fand es gut! Der Chor von Hans Christian Jochimsen war natürlich das Highlight. Toll, ihn endlich mal live zu sehen, nachdem ich seit 2 Jahren die CDs habe.

Abends fand dann die Nacht der offenen Kirchen statt, wo in allen Kirchen der Stadt Chöre auftraten. Ich war aber so müde und wollte nicht noch spät nachts alleine durch die Gegend laufen, dass ich mir nur einen Chor, dessen Namen ich leider nicht mitbekommen habe, im Ettlinger Tor Einkaufszentrum angehört habe. Dort war eine schöne Akustik und es war schön, wie die Zuschauer auf den verschiedenen Etagen den Chor, der im Parterre sang, anschauen konnten. Von dort aus bin ich dann ins Hotel gegangen.
 
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