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Claudias Gospelkirchentag(e)buch - Folge 5: Der Gala-Abend in der Europahalle |
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Gebloggt von Claudia
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Sonntag, 26. September 2010 |
An der Halle angekommen, brauchte ich gar nicht mehr anstehen, dafür war die Halle schon gut gefüllt, aber wenn man alleine unterwegs ist (danke, es war gut so, kein Mitleid …) findet man immer noch eine Lücke. Es gab ein Vorprogramm mit den Oslo Soul Teens. Eine Horde Mädels und drei Jungs, die richtig Hummeln im Hintern hatten. Sehr viel Energie auf der Bühne und eine charismatische Ragnhild Aanestad, die diese Jugendlichen super motiviert ins Rennen geschickt hat. Das hat Spaß gemacht!
Dagegen wirkte der Oslo Gospel Choir wie ein
Senioren-Verein, Tore Aas wie eine Schlaftablette. Klar ist der OSG ein hervorragender Chor. Vermißt habe ich so einige von den bekannteren Gesichtern bei den Damen, zum Beispiel die Garness-Zwillinge. Aber dieser Auftritt lebte auch davon, dass das Publikum die Songs kannte und mitsingen konnte. Hans Esben war wieder hyperaktiv auf der Bühne unterwegs und wirkte wie ein Unruhestifter in dem sonst eher ruhigen Chor. Klar, die Solisten sind alle hervorragend, da ziehe ich meinen imaginären Hut. Die Song-Auswahl war auch schön. Aber richtig Stimmung kam bei MIR nicht auf. Und auch meine Sitznachbarn hatten einiges Kopfschütteln, aber kaum mehr als freundlichen Applaus übrig. Dass Tore Aas dann erzählte, dass Christ sein das einzig wahre ist und dass nur Christ sein zählt (you understand? – OK, so habe ich es verstanden), habe ich für mich gedacht, dass das die Islamisten auch von ihrem Glauben sagen. Und das ist nicht gut! Radikale Sprüche haben noch niemandem geholfen. Was für ein Kontrast zu der Meinung von Joakim Arenius. So wohltuend war dann am nächsten Tag „Let us stand“, aber wir wollen ja nicht vorgreifen…. Somit habe ich viele Songs mitgesungen, aber der Funke ist bei mir nicht übergesprungen. Vielen ging es anders, denn die Stimmung in der Halle war sehr schön! Vielleicht ist man aber nach einem so vollgepackten Tag auch irgendwann nicht mehr fähig, noch mehr Eindrücke zu sammeln. Vielleicht waren Kopf und Herz schon voll, denn der Nachmittag in der Christuskirche war mein persönliches GoKi-Highlight!
Es folgte eine Pause, bei der ich mir dann aber überlegt habe, doch schon den Saal zu verlassen. Die Müdigkeit hatte mich wieder gepackt und auch der Gedanke, dass ich vielleicht sonst spät in der Nacht noch alleine unterwegs sein müßte. So ging ich hinaus und erwischte tatsächlich sofort eine S-Bahn Richtung Marktplatz, stieg dort um und war recht schnell im Hotel. Somit war der Abend ohne Naturally 7 für mich beendet. Die Jungs hatte ich vor 3 Jahren schon in Köln gesehen und konnte recht gut auf dieses Ereignis verzichten. Aber gut soll es, trotz viel zu langer Pause, dann doch gewesen sein. |
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