Präsenz E-Mail
Gebloggt von Eike Elser   
Montag, 22. September 2008
ImageIch muss zugeben, dass ich von den Workshops, die ich beim Gospelkirchentag besuchen durfte, stark beeinflusst worden bin. Bei Sarah Kaiser habe ich den Workshop Chorpräsenz erlebt. Vieles von dem was in solchen Workshops gesagt wird, überzeugt ja sofort - aber bringt es auch was? Ändert sich der Eindruck vom Chor, das was "rüberkommt", wirklich mit der Art und Weise wie man steht, sich bewegt oder sogar mit dem Gesichtsausdruck? Ich muss unumwunden "ja" sagen. Zwischen einem leisen und zurückhaltenden "Holy, holy, holy" oder einem mit Spannung und weit geöffneten Augen gesungenen liegen Welten. Während das eine lahm und langweilig klingt, erzeugt das andere Spannung und Begeisterung beim Zuhörer. Mehr noch: mit dem Ausdruck bekommt jeder Song Inhalt. Es lohnt sich für fast jeden Chor das Augenmerk auf die Chorpräsenz zu legen. Insbesondere bei Solopassagen entgleiten dem einen oder anderen, der gerade nicht singt, nur allzu oft die Gesichtszüge - das Gesamtbild ist entsprechend, ganz egal wie der Solist rüberkommt.
Gospel ist lebendige Musik und muss auch so gesungen werden, das zeigt auch der "Zufallsfund" vom genialen U-Bahn-Auftritt der Norderneyer Starfishsingers den ich bei Youtube machte - ja, so war die Stimmung beim Gospelkirchentag in Hannover. Ein anderes Video der Prayer&Preachers bringt das Thema Chorpräsenz auf den Punkt - solange man nicht so überzeugend singt, wird das Publikum auch nicht mitgerissen.

Eike Elser 22-09-2008
 
< Zurück   Weiter >
User Comments
Du bist nicht autorisiert Kommentare zu hinterlassen - Bitte einloggen.