|
Dass sich hinter den Stücken der großen Gospelstars meist nicht nur die Wiedergabe von Bibeltexten verbirgt, sondern ganz persönliche Erfahrungen zu den Texten führten, war mir nicht neu. Doch diese Geschichten bekommt man normalerweise nicht zu hören - anders war es auf dem Gospelkirchentag 2006, als Joakim Arenius von der Entstehung der ruhigen, aber sehr kraftvollen Ballade "Thy will be done" erzählte.
Das Stück stammt aus der Zeit, als Joakim Chorleiter der schwedischen Joybells war. Eine der Sängerinnen erkrankte an Krebs, und der ganze Chor betete für sie. Nach kurzer Zeit ging es ihr schon viel besser, der Krebs schien besiegt, doch mit einem Schlag kehrte er zurück und die Sängerin starb einige Tage bevor der Chor zu einer Tournee nach Deutschland kommen sollte. In einer Mittagspause besann Joakim sich und fasste seine Gedanken zu diesem Erlebnis in "Thy will be done" zusammen: Nicht das, was wir Menschen uns wünschen, zählt. Wir können zwar beten, dass Krankheiten geheilt werden, dass Frieden herrscht, kurz: dass es uns gut geht, aber die Entscheidung liegt letztendlich bei Gott. Und das sagt das Lied auch aus: Herr, ich weiß, du wachst über mich. Ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung, und ich weiß, dass ich nicht der pefekte Zeuge deines Glaubens bin. Ich brauche deine Hilfe, Gott, bitte erhöre mein Gebet, denn dein Wille geschehe. Auf den Seiten der Evangelischen Kirche im Rheinland findet sich eine Aufnahme des Stücks, gesungen vom Gospelkirchentag-Masschoir.
|