GospelBlog-Adventskalender 2010 :: 16 :: Pimp up my christmashymn E-Mail
Gebloggt von Eike Elser   
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Jeder kennt den bunten Reigen der Weihnachtslieder, die landauf, landab spätestens mit ab dem 01.12. zu hören sind. Sei es „Stille Nacht, heilige Nacht“, „Ich steh an deiner Krippen hier“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Oh Heiland reiß den Himmel auf“. Soviel weihnachtlichen Zuckerguss über süßlichem Gefühlsgedusel mag man schon nicht mehr hören. Schnell greift der Mensch dann, um wenigstens im Thema zu bleiben, zu rhythmisch und harmonisch moderneren Titeln anglo-amerikanischer Herkunft. Fortan klingelt und bimmelt es in allen Ladenpassagen aufs ergötzlichste und wir walken durchs Winterwonderland, dreamen von einer whiten christmas, intonieren „Hark the herold angels sing“ (obwohl sicher einige nicht begreifen, was sie da singen), fahren endlich home for christmas oder wackeln beschwingt zu Feliz Navidat.



Das Bild "Weihnachtsmusik" stammt aus der kostenlosen Bilddatenbank pixelio.de und wurde von casiocan erstellt. Gut,  man kann über Geschmack streiten – will ich gar nicht – aber ein Beitrag im Chrismon, dem Magazin zur evangelischen Zeitung hat mich schon nachdenklich gemacht, wie leicht doch Inhalte und Form vermischt werden. All die oben genannten Lieder haben weit mehr Strophen als die, die im Kreise der Familie, wenn überhaupt noch, gesungen werden. In diesen Strophen geht es dann glaubenstechnisch gesehen richtig ins „Eingemachte“. Da wird die Weihnachtsgeschichte und die Aussage, der Sinn des Weihnachtsfestes wieder greifbar.
Stellvertretend hier nur eine Strophe aus „Ich steh an deiner Krippen hier“

„Ich lag in tiefster Todesnacht,
Du warest meine Sonne,
Die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
Des Glaubens in mir zugericht't,
Wie schön sind deine Strahlen! „

Zum Nachlesen der Texte: Stille Nacht, heilige Nacht , Ich steh an deiner Krippen hier, Ihr Kinderlein kommet.

Der zitierte Artikel in Chrismon mit klassischen Hörbeispielen. Dass es auch möglich ist bekannte Melodien so zu interpretieren, dass sie musikalisch wider dem altbekannten Gedudel stehen, zeigen die folgende Links:

Ich steh an deiner Krippen hier
Silent night a cappella mit viel Gospel feeling
Ihr Kinderlein kommet – Variationen auf Gitarre

Ich finde es jedenfalls spannend, alte und scheinbar bekannte Weihnachtslieder neu zu entdecken und zu verstehen.
 
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