Gospelkonzert auf Bornholm, Dänemark E-Mail
Gebloggt von Anke Mechow   
Freitag, 19. September 2008

Wir waren im Urlaub – im Sommerurlaub August / September 2008 – auf der schönen Insel Bornholm. Mit dabei war die ganze Familie: Eltern, Kinder, Enkel, Tanten, Onkel, Freunde und Hund. Da soll natürlich für alle was dabei sein, schließlich soll es ein schöner Urlaub für alle werden.

Also habe ich mir den wöchentlich erscheinenden Veranstaltungskalender geschnappt und gestöbert: Mittelaltercenter, Schmetterlingsfarm, Freizeitpark, Räucherei, Glasbläserei und…ein Gospelkonzert in der Hauptstadt Rönne mit dem Gospelchor NOIZ am Freitag Abend.

Babysitter waren schnell organisiert – es waren ja schließlich genügend vor Ort. Also haben wir uns zu dritt auf den Weg gemacht. Wir drei, Boris, mein Mann (Tenor), Christin, unsere Freundin (Alt) und ich, Anke (Sopranöse) singen sonst zusammen beim Gospelchor „Rejoice“ in Langenberg, also zack unsere Rejoice-Jacken angezogen und los.

Im Vorfeld waren wir ein bisschen skeptisch. „Was das wohl für ein „Provinz-Insel-Chor“ ist?“ Dass wir selber auch aus einem „Provinzchor“ kommen, vergisst man schon mal schnell… ;-) „Wahrscheinlich singen die „Oh, Happy Day“, da habe ich ja gar keine Lust drauf…“

Auf der halben Stunde Fahrt haben wir uns schon mal mit Kurt Carr und Kirk Franklin in Stimmung gesungen. Das Konzert fand in einer bildschönen, kleinen, gemütlichen Methodistenkirche statt, die normalerweise knapp unter 200 Plätze fasst. Es saßen nur ca. 70 Personen auf den Bänken. Schade, denn was dann kam, damit haben wir nicht gerechnet. Von wegen Provinzchor!

Vom ersten Augenblick, von den ersten Tönen an, hat uns dieser Chor überzeugt. Der Chor hat großer Freude und Energie gesungen, dass es Spaß gemacht hat, dabei zu sein, zuzuhören und mitzumachen. Die Solisten waren klasse, die Band war gut und die Chorleiterin Ninna Mortensen hat mit großem Enthusiasmus das Publikum mitgerissen und zum mitsingen motiviert. Ein neu einstudiertes Lied konnte das Publikum schnell mitsingen, dadurch dass wir nun zu dritt dreistimmig mitsangen und ein bisschen improvisieren konnten, hat es uns noch mal so viel Spaß gemacht.

Eine Solistin hat uns zu Tränen gerührt, ihre gefühlvolle Stimme und im Hintergrund der leise Chor, teilweise das Stück gesummt, da kam richtiges Gospelgefühl auf. Leider sprechen wir kein dänisch, so dass wir die Kommentare und Ansagen der Chorleiterin nicht verstanden, aber die Sprache der Musik – der Gospelmusik – die verstehen wir und die verband uns alle miteinander!

Und wer hat es vermutet? „Oh, Happy Day“ kam natürlich… Aber da war nichts von wegen langweilig. Es hat Spaß gemacht, einfach mitzugospeln und sich anstecken zu lassen. Viel zu schnell war die dreiviertel Stunde Konzert zu Ende und wir waren traurig, wieder den Heimweg antreten zu müssen – na gut, es war nur der Heimweg zu unserem Ferienhaus, allerdings war die Stimmung im Konzert so toll und so ausgelassen, dass wir gerne noch geblieben wären. Auf der Rückfahrt verkürzten wir uns die Zeit mit Kurt Carr, Kirk Franklin und… „Oh, Happy Day“.

Falls ihr irgendwann mal auf Bornholm Urlaub machen solltet, können wir euch den Chor sehr empfehlen.

Eure Anke

 
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