"God has spoken" - Die Köpfe hinter You-Go! E-Mail
Gebloggt von Nico   
Mittwoch, 2. März 2011

Einen Gospelworkshop zu veranstalten, bedeutet viel Organisation. Besonders, wenn es keiner von der Stange sein soll, weil die Organisatoren sich hohe Ziele gesteckt haben. Über die Vorbereitungen zu "You-Go!", dem ersten europäischen Jugend-Gospelfestival, haben wir mit John und Jay aus Köln gesprochen.

Nico: In knapp zwei Monaten ist es soweit: You-Go! findet statt. Wie ist der aktuelle Stand?
Jay: Seit Anfang des Jahres kann man sich anmelden, und durch verschiedene Aktionen werben wir, sich früh anzumelden. Im Februar gab es zum Beispiel ein kleines Preisausschreiben.
John: Der Senior Workshop (für Teilnehmer ab 26 Jahren) wird sicherlich als erstes voll sein. Auch bei den Jugendlichen füllt es sich. Stattfinden wird das Festival in Köln Rodenkirchen.

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Nico: Wie groß sollen die beiden Workshop Chöre werden?
Jay: Bei den Erwachsenen kalkulieren wir mit maximal 80 Teilnehmern, bei den Jugendlichen werden es auf jeden Fall deutlich mehr Teilnehmer sein. Insgesamt wird es also einen Mass Choir geben, der diesen Namen verdient. Wir wollen aber auch, dass das Festival nicht zu groß wird, sondern überschaubar und gemütlich bleibt.
John: Das Ganze soll auch ein Ort der Begegnung sein, und bei höheren Teilnehmerzahlen ist das schwieriger umzusetzen.

Nico: Wie kamt ihr auf die Idee, ein Festival zu veranstalten? Das ist ja nun kein alltäglicher Plan...
Jay: Du kennst unsere Leidenschaft für Gospelmusik. Die Idee kam uns im letzten Herbst. Als John in einer Probe bedauerte, dass bei vielen Workshops nur wenig junge Teilnehmer anzutreffen sind, meinte ich: "Dann mach doch etwas eigenes!", und daraus entstand der Wunsch, etwas gezielt für Jugendliche anzubieten. Innerhalb von wenigen Tagen haben wir dann die Idee des You-Go! Festivals entwickelt.
John: Gospel Workshops als solche gibt es schon genug, aber wir wollten mehr und planen ein Festival mit viel Raum für Vielseitigkeit und Begegnung. Da auch zahlreiche Anfragen von Erwachsenen über 25 Jahren kamen, haben wir zuerst überlegt, die Altersgrenze nach oben zu verlegen. Aber ein zusätzlicher eintägiger Workshop am Samstag gefiel uns besser. Den haben wir dann englisch „Senior Workshop“ genannt, um ihn von dem Programm für die Jugendlichen zu unterscheiden.

Nico: Neben Musikern aus der näheren Umgebung von Köln (zum Beispiel Predestination und Martin Drazek aus Krefeld) kommen ja auch Künstler aus London und den USA. Wie haben sie auf die Anfragen reagiert?
John: Aus London, von John Fisher und dem IDMC Chor, war von Anfang an Begeisterung zu hören, "Wir kommen auf jeden Fall und machen mit!". Auch Michael Green, der leider nicht kommen kann, war verblüfft von unserer Idee. Schon der Name You-Go! hat ihm gut gefallen, und als wir eines seiner Songs ("God has spoken") zum Motto nahmen, hat er uns begeistert eine E-Mail geschrieben, die ihr auf unserer Internetseite findet.

Nico: Wie sprecht ihr gezielt die Jugend an?
Jay: Das Festival findet in den Ferien statt - darauf haben wir extra geachtet, damit alle teilnehmen können. Zweitens wollen wir über die Gestaltung des Programms die Jugendlichen ansprechen: Sista Moveta wird uns Gospel Reggae näherbringen, der in Deutschland noch wenig bekannt ist. Auch der Gospel Rapper Davee ist mit dabei. Und natürlich John-Francis als musikalischen Leiter. Die Werbung findet zum Großteil übers Internet statt. Dort versuchen wir zu zeigen, dass You-Go! besonders für jugendliche Teilnehmer gedacht ist, im Gegensatz zu anderen Festivals. Unsere Dozenten sind erfahrene Jugend Chorleiter und Musiker. Zum Beispiel John Fisher: er leitet in London das Projekt "We sing U sing", wo er an Schulen einwöchige Workshops mit rund 400 Schülern veranstaltet. Ein ähnliches Projekt führen wir hier in Köln durch, wo wir Schulen angeboten haben, einen Gospelchor unter der Leitung von John-Francis zu gründen. In Vorbereitung auf You-Go! soll den Schülern so der Spaß am Gospel vermittelt werden.
John: Die Europaschule in Köln beispielsweise hat spontan zugesagt, und dort läuft das Projekt schon seit November. Es macht mir viel Spass mit den Jugendlichen zu arbeiten und ihre verborgene Musikalität zu entwickeln. Da der Altersunterschied zu den Schülern nicht so groß ist und ich nicht als Lehrer tätig bin, haben die Schüler viel Spaß an diesem zusätzlichen Angebot..


Wer jetzt mehr über You-Go! erfahren möchte, findet alle Infos auf der Homepage. Dort kann man sich auch für einen Newsletter anmelden.
 
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